Review: Machine Head – Unto the Locust

Freitag, 16. September 2011
Abelegt in: CD Reviews
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Machen wir es kurz: Machine Head liefern mit Unto The Locust das Album des Jahres ab.

Ich kann euch schon rufen hören: Machine Fucking Head, Machine Fucking Head! Machen wir es kurz: Machine Head liefern mit Unto The Locust das Album des Jahres (Stand jetzt) und zudem das beste Album der Band-Geschichte ab.

Wer braucht schon noch Metallica – die sich mit Lou Reed experimentell betätigen – wenn das neue Thrash-Metal Monster Machine Head die Herren aus Los Angeles in Punkto Spielfreude, Härte und stimmlicher Urgewalt überholt hat?

Aber beginnen wir vorne: Frontman Rob Flynn hat anscheinend seinen Nasenring abgelegt und zudem Gesangsunterricht genommen. Dies macht sich bereits beim Opener „I Am Hell“ bemerkbar. Herr Flynn legt ein stimmlich sauberes Gregorian Intro hin um sich danach von seinen Bandkollegen die Drums und tiefgestellten Gitarren um die Ohren hauen zu lassen bevor er mit seiner altbekannten Aggressivität zu Werke geht.

Genau dieses Schema zieht sich wie ein wunderbarer roter Faden durch das gesamte Album. Flynns neue stimmliche Fähigkeiten gepaart mit der Spielfreude seiner Bandkollegen ist einfach atemberaubend: Atemberaubend schnell, atemberaubend abwechslungsreich und atemberaubend hart!

Leider kann man bei dem Album nicht unterscheiden, wer von den beiden Gitarristen (Flynn oder Umkipp- und Stehaufmännchen Demmel) für die genialen Soli verantwortlich ist, die sich immer wieder in das harte Soundbrett einschleichen. Das tut der Wertung natürlich keinen Abbruch, die Soli sind einfach genial gespielt!

Wie immer typisch für Machine Head gibt es keine kurzen Songs, alleine der Opener ist bereits 8:26 Minuten lang und der kürzeste der insgesamt leider nur sieben Songs ist noch immer 5:45 Minuten lang. Dies tut dem Album jedoch merklich gut, die Songs sind bis zum Ende durchdacht und harmonieren wunderbar miteinander und genau das macht doch ein gutes Album aus!

Die sicherlich schwierigste Frage für Künstler ist es immer wieder die eigenen Lieblingssongs auf dem neuen Album zu benennen. Diesmal geht es mir genauso! Jeder der Songs ist einfach ein Gedicht, seien es die etwas softeren Parts bei  „This Is The End“ oder die unglaublichen Soli-Parts von „Be Still And Known“.

Ich höre euch noch immer rufen: Machine Fucking Head, Machine Fucking Head – und dann höre ich da einen begeisterten und genialen Rob Flynn antworten: Proooost Motherfuckers, Proooost! In diesem Sinne: Album kaufen, Tickets besorgen und im Herbst abfeiern!

Machine Head - Unto the Locust

Cover: Unto the Locust - Unto the Locust

Unto the Locust

Machine Head

Roadrunner Records

23. September 2011

Tracklist

  • I Am Hell (Sonata In C#)
  • Be Still And Know
  • Locust
  • This Is The End
  • Darkness Within
  • Pearls Before The Swine
  • Who We Are

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