Interview: Kamelot

Mittwoch, 1. September 2010
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Ein sonniges Hamburg und ein bestens aufgelegter Roy Khan präsentieren uns die ersten Songs des neuen Kamelot Albums „Poetry For The Poisoned“. Grund genug den Sänger anschließend zum neuen Werk zu befragen!

Ein sonniger Tag in Hamburg. Gerade in der Hansestadt gelandet geht es auch schon ins Tonstudio um exklusiv die ersten Klänge des neuen Kamelot Albums zu vernehmen. Die europäische Presse wird von Produzent Sascha Paeth zusammengetrommelt bevor Kamelot Sänger Roy Khan die Meute begrüßt und die Regler auf „laut“ stellt.

Nach dem ersten Durchlauf der ersten – noch nicht fertig gemischten – Songs merkt man jedem im Raum an, dass er da gerade etwas ganz Großes gehört hat und seine Begeisterung noch nicht so ganz in Worte fassen kann. Kamelot scheinen 2010 beeindruckend, episch und zugleich sehr modern daher zu kommen.

Im Anschluss an die erste Listening Session hatten wir das Vergnügen, uns mit Roy über das kommende Album zu unterhalten. Lest unser Interview zum neuen Kamelot Album „Poetry For The Poisoned“.

metal-online.com: Roy wann habt ihr mit den Arbeiten am neuen Album begonnen?

Roy Khan: Uff, das ist schon eine ganze Weile her. Erste Songideen gab es bereits vor ca. zwei Jahren. Durch Touren und andere Begleitumstände hat es dann eine Weile gedauert bis wir im Studio gelandet sind. Allerdings genießen wir inzwischen auch schon einen etwas zweifelhaften Ruf gerne mal etwas länger zu brauchen (lacht).

metal-online.com: 1999 habt ihr die ersten Aufnahmen im Wolfsburger „Gate Studio“ gemacht. Ist das neue Album wieder in Wolfsburg entstanden?

Roy Khan: Einer der Gründe ist Sascha Paeth, der uns schon seit langer Zeit begleitet und dem das Studio gehört. Zum Anderen sind wir mit dem Studio bestens vertraut und hatten daher keinen Grund mit jemand anders zusammen zu arbeiten.

metal-online.com: Ihr habt beim neuen Album wieder einige interessante Gastmusiker dabei. Erzähl doch mal, wie so eine Kooperation entsteht.

Roy Khan: Susanne Simons (Epica) darf ja schon fast auf keinem unserer Alben fehlen (lacht). Außerdem haben wir diesmal Björn “Speed” Strid (Soilwork) und Jon Oliva (Savatage) mit dabei. Wir laufen uns bei Festivals öfter mal im Backstage Bereich über den Weg und tauschen dabei Nummern aus. Als wir nun mit dem Songwriting durch waren haben wir einfach einige Telefonate geführt und die Gastmusiker haben ihre Parts dann jeweils über die ganze Welt verteilt aufgenommen und wir haben dann alles zusammengeführt.

metal-online.com: Das Album handelt unter anderem vom Zodiac Killer aus der San Francisco Bay Area, woher stammte die Idee?

Roy Khan: Thomas erzählte mir von dem Zodiac Killer und die Story gefiel mir sehr gut. Das Intro zu dem Song „The Zodiac“ hab ich übrigens selbst gesprochen.

metal-online.com: Sind die Songs durch ein bestimmtes Thema miteinander verbunden?

Roy Khan: Ich geb dem Hörer eigentlich ungern vor, was er in den Songs hören soll. Auch eine solche Brücke zwischen den Songs möchte ich dem Hörer ungern zuvor vorschreiben. Natürlich hält der Titel des Albums „Poetry For The Poisoned“ alle Songs auf eine gewisse Art zusammen. Die Details der Zusammenhänge soll jedoch jeder für sich selbst heraus finden wenn er die Songs hört.

metal-online.com: Wo siehst Du die größten Unterschiede zu den bisherigen Kamelot Alben?

Roy Khan: Nun, jedes Kamelot Album präsentiert immer den Sound der Zeit, zu der es entstanden ist. Wir haben uns als Band ständig weiter entwickelt und für uns gibt es „den typischen“ Kamelot Sound gar nicht. Sicherlich haben wir diesmal sehr druckvolle Songs geschrieben, die eine gewisse Power ausstrahlen.

metal-online.com: Ihr seid jetzt auch bei einer neuen Plattenfirma – wie kam es zu dem Deal mit edel?

Roy Khan: Die Situation war für uns nicht so einfach. Eigentlich standen wir noch bei SPV unter Vertrag. SPV ging jedoch leider in die Insolvenz und daher war das gesamte Projekt rund um das neue Album in der Schwebe. Wir haben also mit einigen anderen Plattenfirmen verhandelt und schließlich bei ear music – was zu edel gehört – unter schrieben. Der Grund hierfür war unter anderem ein Gespräch mit ear music Chef Max Vaccaro, das uns endgültig überzeugt hat.

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