Interview: Gamma Ray

Freitag, 12. März 2010
Abelegt in: Metal Interviews
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Sänger Kai Hansen im Gespräch.

Was haben wir nicht schon alle über Gamma Ray gelästert – hat sich die Band mit „Land Of The Free II“ doch extrem in die Nesseln gesetzt. Die Zeiten, in denen sich Gamma Ray auf ihren Lorbeeren ausgeruht haben scheinen mit „To The Metal“ nun vorbei.

Es gibt wieder schnellen Power-Metal, der einen fast 50 Minuten das Haupthaar schwingen lässt. Grund genug für uns, uns einmal mit Sänger und Gitarrist Kai Hansen über das neue Album zu unterhalten.

Ihr feiert jetzt 20 Jahre „Heading For Tomorrow“…

Kai: Ja, mein Aufhänger ist das eigentlich nicht. Man will uns das immer so reindrücken, ich bin eigentlich gar nicht so n Jubiläumstyp.

Aber 20 Jahre ist ja schon eine ordentliche Leistung.

Kai: Auf jeden Fall. Das ist ne Sache, die man in der Band natürlich auch immer abfeiert. Das ist schon geil, wenn man jetzt immer noch da ist und Musik machen kann. Soweit haben wir 1989 gar nicht gedacht

Dann schauen wir doch mal in die nahe Zukunft. „To The Metal“ was erwartet die Leute da?

Kai: Also meiner Meinung nach das beste Album von Gamma Ray. Ich sag das eigentlich nie aber bei der Scheibe sag ich es weil ich es wirklich so empfinde. Ich find das Album total geil und mir macht das total Spaß.

Ich sehe da keine Schwachpunkte – es ist super abwechslungsreich, ist gut gespielt und die Songs passen gut zueinander obwohl vier verschiedene Leute diesmal geschrieben haben.

Haben Euch die Festival-Ausflüge im Sommer auch dabei geholfen als Einheit im Studio zu arbeiten?

Kai: Wir haben ja eigentlich schon im Mai mit dem Album angefangen und haben zwischendurch immer wieder gespielt, was auch wirklich gut war, dass wir mal aus dem Studio raus gekommen sind.

Habt Ihr dann auch Songs am Start, die sich im Mai noch anders angehört haben?

Kai: Auf jeden Fall, wir haben da noch einiges geändert. Ab dem ersten Demo ist bei allen Songs noch was passiert.

Im Vorfeld wurde ja viel über den Gast-Part bei „All You Need To Know“ gemunkelt.

Kai: Naja gut, spektakulär ist es heute glaube ich nicht mehr. Es ist nach „Land Of The Free“ das erste Mal, dass der Michi (Anmerkung der Redaktion: Michael Kiske, Nachfolger von Kai Hansen bei Helloween)bei uns was macht. Beim letzten Album war ich schon drauf und dran ihn anzurufen weil ein Song gut zu ihm gepasst hätte.

Bei den Arbeiten am „All You Need To Know“ fand ich, dass der Refrain unglaublich gut zu Michis Stimme passen würde und dann hab ich es einfach mal gewagt ihn zu fragen und er hat sich bereit erklärt das zu machen.

Dann wäre da noch die Ballade „No Need To Cry“. Magst Du was zu der Geschichte dahinter erzählen?

Kai: Es ist so, dass vor zwei Jahren Dirks Vater gestorben ist. Darum geht es bei dem Song und das ist so n bisschen Dirks Art die Geschichte zu verarbeiten. Wie das halt immer so ist hat man das Gefühl, dass noch n Paar Sachen ungeklärt sind und man hätte doch nochmal was fragen können.

Meine Mutter ist letztes Jahr gestorben, da gibt’s auch n Song auf der Scheibe „Mother Angel“, bei dem ich mich dann auf meine Art mit dem Thema beschäftige. Das ist dann keine Ballade geworden, ich gehe da eher in eine andere Richtung.

Vielen Dank für das Gespräch.

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