Interview: DevilDriver

Sonntag, 20. Dezember 2009
Abelegt in: Metal Interviews
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Gitarrist Mike Spreitzer im Gespräch.

Ein kalter Oktobertag in Köln. Die Sonne meinte es zwar den ganzen Tag gut mit uns, der liebe Gott aber nicht mit DevilDriver Sänger Dez Fafara. Dieser musste den geplanten Gig seiner Kombo am späten Abend leider krankheitsbedingt absagen, was uns das Vergnügen bescherte mit Gitarrist Mike Spreitzer zu sprechen.

Ihr seid jetzt schon eine ganze Weile mit „Pray For Villains“ auf Tour. Wie sind die Reaktionen der Fans bisher gewesen?

Mike: Es war wirklich gut bisher. Besonders auf dieser Tour – auch in England. Man sieht jetzt viel mehr Leute, die bei den Songs mitsingen. Bei der ersten Tour – noch vor der Veröffentlichung des Albums – standen die Leute mehr rum und haben zugehört. Jetzt gehen sie richtig mit – sie scheinen das Album also gehört zu haben und es wohl auch zu mögen.

Viele sagen, dass das euer bisher bestes Album ist. Hat man als Band im Studio schon ein Gefühl, das hier was ganz großes entstehen kann?

Mike: Ja absolut. Wir haben diesmal sehr viel mehr Zeit mit der Pre-Production verbracht bevor wir ins Studio gegangen sind – bestimmt ein Jahr. Eigentlich denkt man bei jedem Album, dass das nun das absolut größte ist. Bei diesem Album aber haben wir uns viel Zeit gelassen und noch mehr Energie reingesteckt.„I’ve Been Sober“ hat dieses unglaubliche Gitarren-Solo. Es hat wirklich lange gedauert bis das fertig war.

Jetzt seid ihr dieses Jahr schon zum zweiten Mal auf Tour und habt schon wieder Dates für 2010 angekündigt – ist das Touren für euch eine Sucht?

Mike: Nun, es bringt nicht wirklich viel in einer Band zu sein und zuhause zu sitzen. Desto mehr man unterwegs ist, desto mehr Erfolg hat man. Dieser Tage müssen Bands einfach mehr touren – außer man ist Madonna oder Britney Spears und verkauft noch immer einen Haufen CDs. Außerdem leben wir alle in Süd-Kalifornien, was auch nicht wirklich billig ist. Zudem wollen wir DevilDriver so groß wie möglich machen und das geht eben nur mit Konzerten.

Die nächste Frage war mehr für Dez gedacht. Er hat wohl einen Song für eine Weihnachts-CD aufgenommen?

Mike: Ja, ich hab das selbst auch erst gehört. Ich weiß nicht so viel darüber, es ist wohl der Song „Rudolph the Red Nosed Reindeer“. Hab ich aber selbst auch erst mitbekommen, als wir uns auf den Weg nach Europa für die Tour gemacht haben.

Gibt es besondere Moment aus 2009, an die Du Dich auch im nächsten Jahr noch gerne erinnern wirst?

Mike: Puh, Alice In Chains! Eine meiner absoluten Lieblingsbands, schon seit meiner Kindheit. Ein super Album, ein großartiger neuer Sänger. Eine andere Band, deren Album ich wirklich mag ist Mastodon. Es war ein gutes Jahr für die Metal-Szene, viele gute Dinge sind veröffentlicht worden – das macht mich wirklich froh.

Und wenn Du voraus schaust in das Jahr 2010?

Mike: Nun, wir haben schon mit ersten Songs für ein neues Album begonnen. „Pray For Villains“ war ein bisschen experimentell für uns. Wir haben uns hingesetzt und wollen das nächste Album noch härter machen – das härteste DevilDriver Album überhaupt. Wir haben schon so fünf Songs fertig strukturiert und wollen definitiv nächstes Jahr zu dem Album auch wieder touren – so schnell wie möglich.

Vielen Dank fürs Gespräch.

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