Sepultura – A-Lex

Donnerstag, 22. Januar 2009
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Sepultura ohne Cavalera – kann das gut gehen? Wir haben das neue Sepultura Album A-Lex unter die Lupe genommen und berichten Euch, wie sich Sepultura im Jahre 2009 komplett ohne Cavalera-Beteiligung anhören.

sepultura-alexJetzt sind Sepultura endgültig völlig Cavalera-los. Lange Zeit hat es Igor Cavalera, Bruder von Ex-Sepultura Frontsau Max Cavalera, bei Sepultura ausgehalten. Immerhin hat sein Bruder bereits 1997 Sepultura verlassen.

Unglaublich, wie die Zeit vergeht und wie lange man Sepultura nun schon ohne Max sieht aber noch immer denkt, dass es doch das Beste wäre, wenn er zu Andreas Kisser und Paulo Xisto Pinto Jr. zurück kehren würde um wieder gemeinsam mit seinem Bruder die Welt des Trash Metal zu regieren.

Aber seien wir doch mal ehrlich: Könnten Sepultura heutzutage ein ähnliches Brett aus Trash, Hardcore und Punk aus dem Boden stampfen, wie es Max und Igor im vergangenen Jahr mit Cavalera Conspiracy getan haben? Nach den ersten Durchläufen von A-Lex kann ich (leider) nur sagen: Nein!

Steigen wir aber langsam ein. Als Ersatz für Igor Cavalera wurde Trommler Jean Dolabella verpflichtet, der bereits seit 2006 mit der Band getourt hat. Zu Beginn von A-Lex geht auch alles recht flott. Angefangen bei einem kleinen Intro namens A-Lex I (wird später durch weitere Interludes fortgesetzt) kommt einem ein ganz vertrauter Sepultura Sound entgegen, der plötzlich schon beim dritten Track (Filthy Rot) ankommt und mit Indio-Gesängen im Hintergrund an die guten alten Roots Zeiten erinnert. We’ve Lost You vermittelt zu Beginn ein wenig Flamenco Atmosphäre, um dann unterstützt von Drums und verzerrten Gitarren sehr melancholisch daher zu kommen.

Dummerweise nutzt sich sowohl der etwas härtere Sound als auch der träge und melancholische Ansatz aufgrund mangelnder Abwechslung recht schnell ab und man hat irgendwie das Gefühl alles schon mal gehört zu haben ohne es bestimmten Songs zuordnen zu können weil sie einfach zu belanglos klingen.

Gegen Ende der Scheibe kommt man dann nochmal mit ein bisschen Ludwig Van (Beethoven) Mukke daher, um der Platte einen kulturellen Anstrich zu verpassen – Nee Jungs, Experiment fehlgeschlagen.

Nennt mich einen Nostalgiker aber ich kann mit Sepultura der Neuzeit nichts anfangen und widme mich jetzt wieder den guten alten Chaos A.D. oder Roots Zeiten, um mir danach von Cavalera Conspiracy den Kopf wegblasen zu lassen.

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Cover:  -

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Tracklist

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