Guns N‘ Roses – Chinese Democracy

Donnerstag, 20. November 2008
Abelegt in: CD Reviews, Metal News
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Das Review zu Chinese Democarcy – was können Guns N‘ Roses im Jahr 2008 reissen?

Wie die Kollegen bei laut.de zu sagen pflegen: Der Treppenwitz ist tot. Chinese Democracy wird tatsächlich ab Samstag im Handel erhältlich sein.

Nachdem es in der Vergangenheit Ärger um illegale Kopie von fertigen Songs im Netz gab ist Chinese Democracy ab heute für drei Tage legal auf MySpace.com als Stream verfügbar. Grund genug nicht länger zu schweigen sondern sich das Axl Rose Solo-Album einmal genauer anzuhören und darüber zu schreiben!

Nach dem bereits bekannten und durchaus knackigen Titel Song Chinese Democracy haut Axl Rose einem mit Shacklers Revenge den ersten Schocker um die Ohren. Eine merkwürdige Mischung aus Elektro Beats und heftigen Gitarren Riffs. Der Song wird auch beim zweiten Teil des Videopiels Rock Band mit am Start sein.

Weiter geht die merkwürdige Reise des Axl Rose mit dem Track Better, der irgendwie als Pop-Song anfängt und zwischendurch als Rock Song getarnt doch zu einem ganz ordentlichen Ohr-Wurm werden kann – aber ist das wirklich Guns N‘ Roses?

Street Of Dreams kommt in einer Art November Rain Gewand daher, jedoch nur bis der Gesang einsetzt. Auch hier herrschen eher poppige Beats vor, die sehr angenehm ins Ohr gehen. Eine schöne Mischung aus Rock und Klavier sowie Axl Rose unverwechselbare Stimme lassen diesen Song als eins der ersten Highlights erscheinen.

Immer verwirrender wird die wahnsinnige Reise durch 14 Produktionsjahre für Chinese Democracy mit dem Track If The World. Irgendein Flamenco Geklimper, das verzweifelt mit einem harten Riff kombiniert werden musste. Auch beim nächsten Track There Was A Time ist man hin und her gerissen zwischen Verwunderung über den neuen Guns N‘ Roses Sound und durchaus eingängigen Melodien und angenehmen Mischungen aus harten – fast schon klassischen – Guns N’ Roses Gitarren Parts und merkwürdigen Pop-Arrangements.

Spektakulär wird es dann erst wieder bei Riad N The Bedouins, zunächst sehr cybermässige Synthie-Effekte, die dann aber von der – alles durchdringenden – Stimme von Axl Rose vertrieben werden. Heraus gekommen ist ein druckvoller Rocksong, der stetig nach vorne geht. Auch IRS im Anschluss haut einem eine ordentliche Mischung aus Rock und Pop um die Ohren – die Songs müssen in den besseren Jahren der Produktion entstanden sein.

Mit Madagascar und This I Love geht es dann nochmal schnulzig zu – bevor nach Prostitute dann wirklich eine Zeitreise durch 14 Jahre Guns N‘ Roses Produktion für Chinese Democracy beendet ist.

Was am Ende hängen bleibt? Axl Rose hat ein Solo Album veröffentlicht und sich dafür schlauerweise vor vielen Jahren die Marke Guns N‘ Roses gesichert. Das Album ist gelungen aber kein Oberkracher. Man kann es aber auch nicht mit der Enttäuschung eines St Anger Desasters vergleichen – dafür sind Use Your Illusion 1 und 2 schon zu lange her.

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Cover:  -

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Tracklist

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