iO – For The Masses

Freitag, 1. August 2008
Abelegt in: Metal News
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Ich muss gestehen, dass ich zunächst sehr skeptisch war als ich die erste Email rund um das Thema iO bekommen habe. Da tun sich die drei Musikanten Dennis Poschwatta, Stefan Ude und Henning Rümenapp – alle noch bestens aus Guano Apes Zeiten bekannt – mit dem mehr oder minder bekannten Black-Music Sänger Charles Simmons zusammen […]

io For The Masses Ich muss gestehen, dass ich zunächst sehr skeptisch war als ich die erste Email rund um das Thema iO bekommen habe.

Da tun sich die drei Musikanten Dennis Poschwatta, Stefan Ude und Henning Rümenapp – alle noch bestens aus Guano Apes Zeiten bekannt – mit dem mehr oder minder bekannten Black-Music Sänger Charles Simmons zusammen und wollen als Alternative / Rock Kombo überzeugen.

Heute bin ich froh, dass ich damals nicht abgelehnt habe sondern den Jungs eine Chance gelassen habe – sie haben es wirklich verdient!

Die Vorgeschichte der Band ist schnell erzählt: Die Apes haben sich gerade mal vor drei Monaten offiziell getrennt, da hocken Dennis, Stefan und Henning schon wieder gemeinsam im Probenraum. Es wird über die Jahre ein bisschen gejammt und komponiert. 2006 trifft Dennis auf der Musikmesse in Frankfurt – hey damals war ich auch da – auf den aus dem 3P Clan bekannten Charles Simmons. Simmons hat die Schnauze voll von Black-Music Projekten und will mal ordentlich rocken und den Leuten die Meinung ins Gesicht sagen.

Dementsprechend knackig geht es mit dem Opener Say Something auch zur Sache. Charles überzeugt mit seiner Stimme sofort als Rockröhre, gibt aber auch sanftere Töne von sich. Der Song darf durchaus als Statement verstanden werden, dass Simmons mit seiner neuen Band endlich auch politische Themen anpacken will, was ihm bei seinen bisherigen musikalischen Gehversuchen nicht möglich war.

Der zweite Track Don’t Mean Nothing überzeugt mit musikalischer Verspieltheit, erinnert in einige Passagen jedoch auch an die Apes, jedoch auf positive Art und Weise. Nach dem dritten Song In You kann man die Platte eigentlich erstmal ausmachen. Simmons hat bis hierhin völlig überzeugt und mit den drei Apes im Hintergrund ein solides Rockalbum abgeliefert.

Danach ebbt die Scheibe leider etwas ab. Es fehlt ein wenig die Leidenschaft und das Überraschungsmoment ist abhanden gekommen. Attention fühlt sich gar nicht mehr so druckvoll an wie noch die Songs zuvor.

Zum Glück ist der Durchänger schnell vorbei und mit Fight Back gibt es wieder – wie von Charles gewünscht – in die Schnauze. Mit seinen Texten weiß Simmons hier voll und ganz zu überzeugen. Da lag jahrelang einiges auf der Seele, was jetzt endlich mal raus musste.

Don’t fuck around or you’ll get smacked.Cause I’m prepared to fight back! Fight back!

Alles in allem geht es nun munter weiter. Die Songs strotzen vor Energie und Spielwitz der ehemaligen Apes und ihrem neuen Lead Sänger. Man merkt dem Album an, dass iO bereits zuvor ca. 50 Live Konzerte gespielt haben, die Tracks sind wie geschaffen für große Hallen aber auch kleine Clubs, man kann richtig gut mit- und abgehen.

Um euch selbst ein Bild machen zu können verweise ich an der Stelle an WOM.fm, die das komplette Album als Pre-Listening Aktion ins Netz gestellt haben: iO – For The Masses Pre-Listening. Zudem gibt es noch ein kleines Making-Of des Albums im Netz zu bestaunen: iO – For The Masses Making Of

Mich haben die Jungs überzeugt. Kein Metal aber astreiner Alternative Krach mit einem überragenden Sänger. Ein wirklich nettes Album zum laut gemeinsam mit Freunden hören.

iO For The Masses Tracklist

  • Say Something
  • Don T Mean Nothing
  • In You
  • Attention
  • Stupid People
  • Mind Game
  • Fight Back
  • Stand My Ground
  • Rage
  • The Last To Know
  • Legacy
  • When I Fall

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