Avenged Sevenfold – Avenged Sevenfold

Sonntag, 4. November 2007
Abelegt in: CD Reviews
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Nett aber nicht überragend.

Erweckt die Band mit dem ersten Video zum Song „Almost Easy“ noch den Eindruck, dass man es mit einem echten Brett zu tun haben könnte so wird dies bereits mit Track 3 „Scream“ wiederlegt. Man fühlt sich an Theory Of A Deadman erinnert, die sind zwar für guten Rock bekannt aber keineswegs für harte Bretter.

Track 5 „Gunslinger“ bietet teilweise die erste Ballade der Scheibe und verstört Schubladen-Denker vollends – hab ich es hier nun mit einer Metal Band zu tun oder mit der nächsten Ausgabe von American Idol? Die stimmlichen Varianten von Sänger M. Shadows sind jedenfalls nicht von der Hand zu weisen, jedoch beschränkt er sich die meiste Zeit auf deutlichen Gesang und lässt das brachiale Geschrei beiseite.

Wie ein roter Faden zieht sich eine gewisse Verspieltheit durch das gesamte Album. So sind es meist kleine Sound Effekte, die den Hörer überraschen. Chor und Disko Effekte in „Unbound“ oder das achtminütige Mamutwerk „A little Piece of Heaven“ mit dem Charme von „A Nightmare before Christmas“, bei dem Song darf auch Bandmitglied Reverend Tholomew Plague zeigen, was er stimmlich drauf hat. Zugleich frage ich mich noch immer, ob Marilyn Manson den Pfarrer spricht, den Infos der Plattenfirma konnte man dies leider nicht entnehmen.

„A little Piece of Heaven“ ist auch das heimliche Highlight der Platte, jedoch mit 8 Minuten Spielzeit völlig ungeeignet für Radiostationen dieser Welt und es wird daher wohl auch leider nie zu einem Video kommen, bei dem Tim Burton sich für die bildliche Untermalung dieses Meisterwerks verantwortlich zeigen wird.

Zu Abschluss gibt es dann mit „Dear God“ noch einen leicht verträglichen Absacker bevor die CD zum Stehen kommt.

Fazit: Nett aber weder überragend noch der große Wurf.

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Cover:  -

to. Ok 26.

Tracklist

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