Caliban – The Undying Darkness – Review

Dienstag, 7. Februar 2006
Abelegt in: Metal News
Kommentare

Hab ich die vergangenen Caliban Veröffentlichungen doch eher belächelt und als Hirngespinnste – einer schlecht klingenden Schülerband – bezeichnet, so muss ich gestehen, dass ich von der aktuellen Veröffentlichung „The Undying Darkness“ doch posivitv überrascht, ja schon fast überzeugt bin. Wurde in den vergangenen Jahren doch vieles unter der Flagge des Metalcore verkauft, was man […]

Hab ich die vergangenen Caliban Veröffentlichungen doch eher belächelt und als Hirngespinnste – einer schlecht klingenden Schülerband – bezeichnet, so muss ich gestehen, dass ich von der aktuellen Veröffentlichung „The Undying Darkness“ doch posivitv überrascht, ja schon fast überzeugt bin.

Wurde in den vergangenen Jahren doch vieles unter der Flagge des Metalcore verkauft, was man einfach nicht anders einordnen konnte, so haben sich Caliban diese Bezeichnung für ihre Musik doch eher selten verdient. Das neue Album schafft es nun endlich sich die Stilbezeichnung Metalcore zu verdienen. Es ist nicht mehr nur Gegrunze und Geschreie eines schlechten Sängers sondern kann mit echten Gesangslinien überzeugen!

Alles anders macht bereits das Intro zu den insgesamt 11 folgenden Songs, bereitet einen das Klavier doch überhaupt nicht auf das vor, was nun für ca. 40 Minuten folgen soll. Bei dem folgenden Titel „I Rape Myself“ denk ich zu Beginn noch darüber nach, wie das wohl funktionieren soll bevor ich mich dann von einem echten Brett das erste Mal plätten lasse. Und bereits hier zeigt Sänger Andy Dörner plötzlich unerwartete Seiten und haut einem neben seinem Gegrunze einen astreinen Refrain um die Ohren, der wirklich anständig klingt!

„Song About Killing“ kann dann leider entgegen des Openers wieder nicht richtig überzeugen und liefert öde Metalkost ohne klare Ansagen oder musikalische Leistungen ab. Der bereits vorab im Internet veröffentlichte Track „It’s Our Burden To Bleed“ kann aufgrund Dörners neu entdeckter Fähigkeit zu singen jedoch wieder voll und ganz überzeugen, da auch musikalisch wieder was geboten wird. Auch „Nothing Is Forever“ bringt weiter ordentlich Schwung in den Gehörgang.

Durch das gesamte Album hinweg zieht sich nun ein Wechsel aus klaren und wirklich gelungenen Gesangslinien sowie brutalen Hardcore Anschlägen auf die Nackenmuskulatur. Caliban haben sich musikalisch eindeutig weiter entwickelt und steigen in die weltweite Bestenliste der Metalbands auf.

Kommentare